Das internationale Medaka Forum

Ein Portal rund um die Japanischen Reisfische Medaka

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... ihr eure Medaka haltet. Lasst die anderen mit Bildern und Informationen teilhaben, denn wir alle sehen gerne, wie es anderswo aussieht.
Bisher kann ich nur wenig dazu beitragen, denn überwiegend halte ich meine Fische in zweckmäßigen Zucht- und Aufzuchtaquarien. Aber im Sommer haben wir auch verschiedene Behälter und Bepflanzubgen für Balkon, Garten oder Terrasse erfolgreich ausprobiert. So zum Beispiel dieses Gefäß in Verbindung mit einer Papyrus-Staude (Cyperus papyrus):

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Im Wasserteil von ungefähr 12 Litern Inhalt schwammen sieben Yang Guifei vom Typ Hikari - und das ist dann auch der Grund, warum das Ganze auf einer Bank steht: Unsere Hunde hatten sich die Schale als zusätzliches Trinkgefäß ausersehen, als sie noch auf dem Boden stand. Damit keiner der Fische als zufälliger Snack endete, haben wir sie einfach etwas höher gestellt.

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Es kommt sicherlich darauf an, zu welchem Zweck und wie man Medaka halten will. Geht es lediglich um die Zucht, dann benötigt man im Freien während der wärmeren Jahreszeiten maximal eine Filterung bzw. Belüftung (bei lockerem Besatz und Wasserpflanzen kann selbst darauf verzichtet werden).

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Für die Haltung im Aquarium hat sich der Einsatz eines luftbetriebenen Schwammfilters bewährt. Er bindet grobe Wasserverunreinigungen, im Filtermaterial können sich nützliche bakterien ansiedeln und ist er passend eingeschnitten, nutzen ihn die Fische sogar als Laichsubstrat.

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Da die Medaka schon ab 20 °C ablaichen, eine Temperatur, wie sie in den meisten Wohnräumen praktisch immer erreicht wird, kann auf einen Regelheizer eigentlich verzichtet werden. Höhere Temperaturen, als Optimum für die Zucht gelten 26 °C, gehen auch auf Kosten der Lebenserwartung. Wer keine Maximalausbeute an Nachwuchs benötigt, kann sich daher die Anschaffungskosten sparen.

Eine Beleuchtung des Aquariums ist hingegen sinnvoll. Die Laichwilligkeit der Medaka hägt sehr von der Beleuchtungsdauer ab, die mindestens 12 Stunden betragen sollte. Interessant, weil kostengünstig im Verbrauch, sind beispielsweise LED-Leuchten mit Tageslichtspektrum.

Welche Technik setzt ihr denn ein und was haltet ihr für verbesserungsfähig?
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In den natürlichen Lebensräumen der Medaka gibt es häufig nur eine ganz mäßige Strömung oder es handelt sich sogar um stehende Gewässer. Da fragt man sich, was die Fische wohl fressen.
der winzige, zunächst stark oberflächenorientiert lebende Nachwuchs dürfte sich beispielsweise von kleinen Einzellern oder auch Blütenstaub ernähren, der ins Wasser geweht wird. Ältere Reisfische können sogar größere Futtertiere bewältigen, wobei der Begriff "größere" relativ gesehen werden muss.

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Die auf dem oben stehenden Foto zu erkennenden Wasserasseln sind selbst für ausgewachsene Medaka mehrere Nummern zu groß. Kleineren Wasserflöhen hingegen oder Hüpferlingen, die auf dem Foto eine Minderheit ausmachen, stellen die Fische schon eifriger nach.
Wer nun aufstöhnt, weil er an kein Lebendfutter kommt - kein Problem. Abgesehen von der Nahrungsgröße, die einfach passend sein muss, sind die Japanischen Reisfische Allesfresser, die sich auch mit handelsüblichem Kunstfutter versorgen lassen. In Japan, wo die Medaka häufig gehaltene Fische sind, gibt es außerdem noch ein breites Sortiment an Spezialfutter. Das legt dann besondere Schwerpunkte wie Steigerung der Farbintensität, Wachstumsförderung, Laichansatz oder Vitalität.
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... stehen in enger Verbindung zu den Medaka. Auch in den natürlichen Lebensgewässern dieser Fische und selbst in den traditionellen Reisfeldern gibt es sie. Und die Fische nutzen sie, sie es als Versteck oder als Laichsubstrat, an dem sie ihre Eier absetzen. Auch in solchen Bewässerungsgräben zwischen Reisfeldern halten sich verschiedene Wasserpflanzen.

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Auch im Aquarium oder in anderen Behältern mit Medaka-Besatz muss man auf Pflanzen nicht verzichten. Hier mal eine Aufnahme vom Wurzelwerk der Schwimmpflanze Eichhornia crassipes, zwischen denen die Fische abgelaicht haben. Die Eier lassen sich gut erkennen.

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Und welche Pflanzen pflegt ihr im Aquarium?
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... ist bei uns in Europa inzwischen angekommen. Miyuki-Varianten (das sind blaugrundige Formen) und Yang Guifei (orangegrundig), die im Japanischen auch Yokihi genannt werden, dürften nicht allzu schwer zu bekommen sein. Hier Beispielsfotos von in Deutschland gezogenen Varianten:

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In Japan, dem Ursprungsland der Medaka-Zucht würde man uns darüber aber belächeln, wäre man nicht so höflich: Über 800 definierte Zuchtformen sind mittlerweile bekannt.
Aber vielleicht kommen wir ja irgendwann auch auf eine solche Vielfalt, sei es über Importe oder durch gezielte Züchtungen, d.h. Kreuzungen unterschiedlicher Farbformen. Anfänge gibt es jedenfalls, beispielsweise diesen Fisch:

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Er entstand aus der Verpaarung von Miyuki mit Yang Guifei und sollte in der zweiten Generation erkennen lassen, was noch in dieser Kreuzung steckt. Eine gezielte Zucht ist jedenfalls reizvoll. Zeig uns Deine Fische!
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