Miyuki Medaka, blaue Farbform Paar 2016-12-27

Miyuki Medaka, blaue Farbform Paar

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  1. Arthur Dent
    Wissenschaftlicher Name: Oryzias latipes

    Umgangssprachlich: Medaka, Japanischer Reisfisch, Farb-Reisfisch

    Name dieser Farbvariante: Miyuki Ursprungstyp (intensiv blau) – Miyuki F-Type (very blue)

    Größe: bis 4 cm

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    Lebenserwartung: < 2 Jahre

    Empfohlene Aquariengröße: ab 20 Liter Inhalt

    Wasserwerte: Temperatur 10-28 °C; pH-Wert 6,5-8,0; Härte < 25° GH

    Ernährung: In der Natur wohl überwiegend Anflugnahrung und Kleinstlebewesen. Bei Haltung im Aquarium empfiehlt sich eine Zusatzfütterung. Das Nahrungsspektrum ist groß und reicht von Kunst- über Frost- bis zu Lebendfutter. Wichtig ist es, den Reisfischen die Nahrung maulgerecht anzubieten, also nicht zu große Brocken zu reichen.

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    Haltung: Es kommt darauf an, ob die Fische im Aquarium oder in einem Behälter im Freien gehalten werden. In Japan ist es nicht unüblich, die Fische in Keramikgefäßen im Garten oder auf der Terrasse zu halten. Als Begrünung kommen dann verschiedene Wasserpflanzen wie Teich- und Zwergseerosen hinzu. Häufig wird auch die Schwimmpflanze Eichhornia crassipes (Dickstielige Wasserhyazinthe) genutzt. Zwischen ihr dichtes Wurzelwerk ziehen sich die Japanischen Reisfische gerne zurück. Als Laichmedium erfüllt sie ebenfalls ihren Zweck.

    Hinsichtlich der Aquarienhaltung bleiben einem beinahe sämtliche Möglichkeiten offen. Egal ob spärlich dekoriertes Becken ohne Bodensubstrat oder Aquascape-Prestigeobjekt, die Fische kommen mit beinahe allen Bedingungen gut zurecht. Sicherlich bevorzugen sie begrünte Aquarien, in denen am besten Moospolster oder feinfiedrige Wasserpflanzen dominieren. Sie werden nämlich von den Weibchen auch zum Anheften der Eier genutzt.

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    Vermehrung: Für die Zucht dieser kleinen Farbjuwelen gibt es zahlreiche unterschiedliche Tipps und Empfehlungen. Hier sollte jede(r) selbst herausfinden, was die individuell beste Methode ist. Man kann die Fische paarweise ansetzen, als kleine Zuchtgruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen oder, wie im aufgezeigten Beispiel, als größere gemischte Gruppe:

    Das Paarungsverhalten beginnt aus einer losen Gruppe von Fischen heraus oft bereits am frühen Morgen. Ein Männchen umschwimmt in ritualisierter Form mit weit gespreizten Flossen die auserwählte Partnerin. Nur wenn das Weibchen paarungswillig ist, flieht es nicht zurück in die Gruppe, sondern reagiert abwartend auf die Annäherungsversuche des Männchens. Bei der folgenden, zeitlich recht kurzen Paarung schmiegt sich das Männchen, unterstützt von seiner Rücken- und Afterflosse, dicht an die Partnerin. In dieser Stellung werden von beiden die Geschlechtsprodukte abgegeben, die Befruchtung der Eier erfolgt anscheinend extern.

    Die befruchteten Laichkörner besitzen auf der Oberfläche kleine Widerhäkchen, was ihnen eine gewisse Haftfähigkeit verleiht. Dazu hängen sie einzeln an Fäden, die wiederum miteinander so verdrillt sind, dass die Weibchen die Eier fast in Traubenform am Hinterleib mit sich tragen. Je nach Alter und des Tieres und sonstigen Umständen können das wenige bis über 30 Stück sein.

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    Im Tagesverlauf, oft bereits nach wenigen Stunden, werden die Laichkörner dann am verfügbaren Substrat und sind von da an sich selbst überlassen. Weibchen in guter Kondition laichen während der Fortpflanzungszeit oft über eine längere Periode täglich ab. Diese kann mehrere Wochen dauern.

    Die Entwicklung der Fischlarve lässt sich durch die klare Eimembran mittels einer Lupe sehr gut verfolgen. In Abhängigkeit von der Wassertemperatur schlüpfen die dann etwa 4-5 mm große Jungfisch nach 6-12 Tagen. Der anfangs manchmal noch vorhandene Dottervorrat ist schnell aufgebraucht und dann muss der Nachwuchs selbständig auf Nahrungssuche gehen.

    Bei regelmäßigem Wasserwechsel, Temperaturen um 24 °C und mehrmaligen täglichen Futtergaben werden die Jungtiere bereits zum Ende des dritten Lebensmonats geschlechtsreif, allerdings setzen die Weibchen anfangs nur wenige und zudem kleine Eier ab.

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    Vergesellschaftung: Medaka sind kleine Friedfische, die man durchaus gemeinsam mit anderen Arten ähnlichen Temperaments halten kann, wenn für alle die Wasserwerte passen. Selbst die gemeinsame Haltung mit Zwerggarnelen ist möglich. Vereinzelt wird sogar Nachwuchs aufkommen, wenn das Aquarium dicht bepflanzt und mit Rückzugsmöglichkeiten ausgestattet ist.

    Besonderes: Vom Japanischen Reisfisch gibt es mittlerweile zahlreiche Zuchtformen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptlinien, den Miyuki Medaka, das sind alle blaugrundigen Varianten, und den Yang Guifei (oder Yokihi) Medaka, das sind solche mit orangefarbenem bis rötlichem Anteil. Selbstverständlich gibt es aber noch weitere Farbformen, die allerdings nicht die gleiche Wertschätzung erfahren.

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    Grafiken

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